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Das Sphärische oder Nautische Dreieck |
Theoretisches
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Das Sphärische oder Nautische Dreieck dient vor allem zur Umrechnung zwischen zwei Koordinatensystemen. Ich habe es hier in die Rubrik 'Theoretisches' gestellt, weil sich vermutlich nicht jeder mit diesen mathematischen Überlegungen herumschlagen will oder sich mit den Grundbegriffen zufrieden gibt. Das nautische Dreieck ist wie gesagt
ein sphärisches Dreieck, also ein Dreieck auf einer Kugel.
Hier gilt die Trigonometrie des ebenen Dreiecks nicht mehr, man muß
sich der shärischen Trigonometrie bedienen. Einer der bekanntesten
Unterschiede zum ebenen Dreieck ist die Tatsache, dass die Summe
der Innenwinkel bei einem sphärischen Dreieck in der Regel größer
als 180° ist, und auch die Winkelsätze sehen anders aus. Im unserem speziellen Fall wird das sphärische Dreieck aus den Eckpunkten Pol/Zenit/Stern gebildet, wie in nebenstehender Skizze zu sehen ist. Die Seitenlängen werden hier natürlich im Winkelmaß angegeben. Die Winkel sind zur besseren Übersicht in- und außerhalb des Dreiecks in der selben Farbe gekennzeichnet. Selbst jemand der noch nie mit sphärischen Dreiecken zu tun hatte, kann folgendes erkennen: Bei dem Winkel am Pol (orange) handelt es sich offensichtlich um den Stundenwinkel t des Sterns, Bezugssytem ist das Äquatorsytem. Der Winkel im Zenit (grün) zwischen dem Meridian und dem Höhenkreis des Sterns ist der Azimut Az, natürlich im Horizontsystem gemessen. Mit diesen beiden Winkeln sowie den 'Seitenlängen' des Dreiecks, welche hier wie gesagt ebenfalls Winkel sind, kann man dann die Winkelsätzte aus der Mathematik zu Hilfe nehmen, aber erst nach der nächsten Skizze :-):
Ich habe das Dreieck hier nochmal aus der oberen Zeichnung heraus genommen. Die 'Seitenlängen' sind darin folgende: Die rote Seite Zenit zu Stern ist die Zenitdistanz z (..nona), was auch der Komplementärwinkel zur Höhe h des Sterns ist: z=(90°h). Die Distanz vom Himmelsäquator
bis zum Stern ist ja die Deklination Schließlich ist da noch der Winkel
von Pol zu Zenit (blau), welcher den Wert 90°-
Der Winkel q wird auch parallaktischer Winkel genannt, er wird hier nicht weiter benötigt. Jetzt haben wir alle Größen zusammen und rechnen mit den Winkelsätzen aus der sphärischen Trigonometrie weiter, als da sind:
Die einzige Festlegung ist jetzt, dass
die 'Seiten' mit der lat. Bezeichnung a, b, c immer jeweils den Winkeln
1. Annahme:
Diese Annahmen in den Sinus-Kosinussatz eingesetzt ergeben:
Setzt man jetzt diese Zusammenhänge ein, ergibt sich
Mit dem Seiten-Kosinussatz unter der selben Annahme erhält man: und nach Auflösung der Winkelzusammenhänge: und um eine dritte brauchbare Gleichung
zu erhalten stellen wir zu einer 2. Annahme um:
und erhalten mit dem Sinussatz
und nach Umformung schließlich
Mit dem Sinus-Kosinussatz eregibt sich unter der 2. Annahme die Beziehung und mit dem Seiten-Kosinussatz eregibt sich unter der 2. Annahme die Beziehung
Wir haben im Endeffekt 5 Gleichungen erhalten, die uns bei der Umrechnung zwischen den Koordinatensystemen helfen: (hier noch ein wenig umgruppiert, in Anlehnung an [1])
Wie leicht zu sehen ist die mittlere
Gleichung ein und die selbe, nur umgedreht. Da die Zenitdistanz z
von 0° bis 180° und die Deklination
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