Grundbegriffe Logo  Polhöhe und Zirkumpolarbedingung
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Je nachdem, wo man sich auf der Erde befindet, steht der Himmelsnord- oder südpol immer in einer bestimmten Höhe über dem Horizont. Wie groß diese Höhe ist, läßt sich leicht ermitteln. Wieder einmal hilft eine Skizze:

 

Höhe des Himmelspols = geografische BreiteWenn wir uns in einer bestimmten geografischen Breite phi befinden, können wir folgendes feststellen:

Da die Himmelssphäre ist ja 'unendlich' weit entfernt ist und der Sehstrahl zum Himmelspol parallel zur Erdachse läuft (diese Parallelen treffen sich im 'Unendlichen'), sind offensichtlich die rot unterlegten Winkel gleich groß. Der Winkel Pol/Erdäquator (gelb+rot) beträgt natürlich 90°, die roten Winkel haben also den Wert (90°-phi). Die Senkrechte zum Zenit und die Horizontebene bilden aber ebenfalls einen Winkel von 90° (gelb+rot). Folglich liegt der Himmelspol in der Höhe Polhöhe, Formel 01
über dem Horizont unseres Beobachters. Die Höhe des Himmelpols über dem Horizont = der geografischen Breite des Beobachtungsortes. Die maximale Höhe, die der Himmelsäquator über dem Horizont erreicht, wird als Äquatorkulm bezeichnet. Da dieser Punkt vom Pol logischerweise 90° entfernt ist (siehe unten, Meridianschnitt), muß der Äquatorkulm in der Höhe
 Polhöhe, Formel 02
liegen.

 

In einer weiteren Skizze ist ein sogenannter Meridianschnitt dargestellt, d.h. ein senkrechter Schnitt durch die Mitte der Himmelskugel entlang der Nord-Süd-Linie. Im Prinzip erhalten wir die selbe Information wie oben auch aus dieser Zeichnung:

Zusätzlich sieht man hier einen Stern mit der Deklination deltaeingezeichnet. deltaist hier positiv , weil laut Definition Objekte auf der Nordhemisphäre eine positive, Objekte an der SüdhemisphäreMeridianschnitt hingegen eine negative Deklination zugewiesen bekommen. Ein Stern, der auf dem Himmeläquator liegt, hat demnach die Deklination delta=0°, ein Ort, der am Erdäquator liegt hat ja auch die Breite phi=0°.
Was man aber jetzt leicht sehen kann, ist die Kulminationshöhe hKulm des Sterns.

 


Sie beträgt

  Kulmination, Formel  

Wenn die Deklination deltanegativ ist, wird sie natürlich negativ hinzugezählt, also subtrahiert. Aus dieser allgemeinen Beziehung kann man jetzt die Zirkumpolarbedingung ableiten.

 

Zirkumpolarbedingung

Ist die Deklination deltaeines Sterns größer als (90°-phi), wobei phidie geografische Breite des Beobachtungsortes ist, dann ist die Höhe h des Sterns über dem Horizont immer größer als 0°, d.h. der Stern geht nicht mehr unter:
Zirkumpolarbedingung, Formel



Weiters folgt die Zenitalbedingung:

Zenitalbedingung

Ist die Deklination deltaeines Sterns gleich der geografischen Breite phides Beobachtungsortes, dann kulminiert der Stern in der Höhe h=90°, also im Zenit:

Zenitalbedingung, Formel



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