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Plancksches Gesetz - Der "Schwarze Körper" |
Theoretisches
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Ein klein wenig weiter ausholen muss man bei diesem
Kapitel, wenn man verstehen will, wie z.B. der Fotoeffekt elegant erklärt
werden konnte. Ein Hohlraum, mit einer 'sehr kleinen' Öffnung, im Hohlraum befindet sich Strahlung im thermischen Gleichgewicht mit den Wänden des Körpers, welche die Strahlung laufend absorbieren und wieder aussenden. Durch das kleine Loch kann Strahlung ein- und auch austreten. Die Wände des Körpers werden auf konstanter Temperatur gehalten. Das Loch vorne muss deshalb 'sehr klein' sein, damit das thermische Gleichgewicht so wenig wie möglich gestört werden kann. Im Experiment ist das eine gute Näherung an den Idealfall. Maß man jetzt bei einer bestimmten Temperatur die abgestrahlte Leistung über verschiedene Wellenlängen der Strahlung, erhielt man folgende Kurve: (grün)
Diese Kurve wird Spektralverteilung
genannt. Die Größe P ist die pro Wellenlänge abgestrahlte
Leistung und heißt Spektral-Verteilungsfunktion. Sie ist von Das Maximum dieser Funktion liegt bei einer
Wellenlänge, die - wie Wilhelm Wien zeigen konnte - bei liegt. D.h. je größer die Temperatur des schwarzer Körpers, desto weiter verschiebt sich das Maximum zu kleineren Wellenlängen hin. Das ist das Wiensche Verschiebungsgesetz. Die Spektralverteilungsfunktion lässt sich nach der klassischen Thermodynamik relativ einfach berechnen. Als Ergebnis erhält man die Gleichung von Rayleigh-Jeans:
Die Quantisierung der Strahlungsenergie nach Planck bedeutet also:
Die Energie ist der Frequenz der Strahlung proportional. Diese Formel ist für die moderne Physik quasi von gleicher Bedeutung wie die der Energie-Masse-Beziehung von Einstein. Planck konnte seine Naturkonstante h nicht in die klassische Physik einfügen. Die fundamentale Bedeutung dieser Gleichung erkannte man erst, als Einstein auf ihrer Grundlage den fotoelektrischen Effekt erklären konnte. Dabei ging Einstein noch über Plancks Vorstellung hinaus und zeigte, dass die Energiequantisierung nicht nur eine formale Hilfskonstruktion ist, sondern eine fundamentale Eigenschaft der elektromagnetischen Strahlen überhaupt. Planck konnte also mit seiner Annahme, dass die Energie quantisiert ist, folgende Beziehung herleiten:
Im folgenden Bild sieht man diese Energieverteilungen
für drei verschiedene Temperaturen Wer der englischen Sprache
mächtig ist, hier ein Link zur Schwarzkörperstrahlung: Beim fotoelektrischen Effekt geht es grob um folgendes: Bestrahlt man ein Alkalimetall - das sind Metalle mit nur einem Elektron in der Außenhülle - im Vakuum mit ultraviolettem Licht, werden Elektronen (e-) aus der Metalloberfläche 'herausgeschlagen'. Elektronenfluß bedeutet aber gemeinhin Stromfluß, den man messen kann. Durch Anlegen einer Gegenspannung -U0 kann man den Stromfluss steuern. Man hat festgestellt, dass die gemessene elektrische Stromstärke - also die Anzahl der freigesetzten Elektronen - proportional zur Intensität des eingestrahlten Lichts ist, die Geschwindigkeitsenergie der Elektronen hing aber nur von der Frequenz des Lichts ab, nicht von der Intensität. Man nennt die Gegenspannung (kann positiv oder negativ sein) auch Bremsspannung. Das die maximale Bremsspannung -U0 nicht von der Lichtintensität des einfallenden Lichts abhängig war, war überraschend. Nach der klassischen Physik sollte die Erhöhung der auf die Metallfläche (Kathode) treffende Lichintensität zu einem Anstieg der von einem Elektron absorbierten Energie führen, und damit auch zu einer größeren Geschwindigkeitsenergie der herausgelösten Elektronen. Dass dies nicht der Fall war, konnte Einstein so erklären: Licht ist nicht kontinuierlich im
Raume verteilt, sondern in winzigen Paketen - den Photonen - quantisiert.
Dabei ist die Energie jedes Photons gemäß der Planck-Formel
E = h Wenn man jetzt die Arbeit, die notwendig ist, um ein Elektron aus der Metalloberfläche herauszulösen, als 'Austrittsarbeit' WA bezeichnet, erhält man folgenden Zusammenhang: (e ist die Elementarladung mit 1.602 10-19 [C]) Die Austrittsarbeit WA hängt vom jeweiligen Metall ab, das verwendet wird, ist also eine Materialkonstante. Der erste Term links stellt die kinetische Energie dar, wie man aus dem Physikuntericht noch weiß :-). Die Austrittsarbeit wird in diesem Zusammenhang nicht in Joule [J] angegeben, sondern zweckmäßigerweise in der Einheit Elektronenvolt [eV]. Ein Elektronenvolt ist jene Energie (=Arbeit), die ein Teilchen mit 1 Elementarladung gewinnt, wenn es eine Spannungsdifferenz vom 1 Volt durchläuft. Wenn die maximale Bremsspannung gegen die Frequenz
des einfallenden Lichts aufgetragen wird, erhält man eine Gerade,
deren Steigung gleich h/e entspricht. Die obige fotoelektrische Gleichung Die typische Austrittsarbeit von Metallen beträgt
in etwa einige [eV]. Da die Wellenlängen meist in Nanometern [nm]
und die Energien in Elektronenvolt [eV] angegeben werden, ist es sinnvoll,
das Produkt h·c in diesen Einheiten anzugeben. Man muss sich immer vor Augen halten, dass diese sehr knappe Darstellung - so logisch sie bei flüchtiger Betrachtung auch klingt - einer revolutionären Annahme bedurfte, nämlich, dass es ganz diskrete, quantisierte Einheiten (Photonen) gibt. Der Fotoeffekt war nur ein Phänomen, der zu grundauf neuen Ideen in der Physik führte, auch die Compton-Streuung von Elektronen und dergleichen mehr, die Energiequantisierung in Atomen, das Bohrsche Atommodell, die Wellenfunktionen von Teilchen usw. waren weitere Schritte zur Entwicklung der Quantenmechanik. Dass die Welt des Kleinen, also quasi die Mikro-Physik, kein Kontinuum, sondern quantisiert ist, stellt heute wahrscheinlich eine der wesentlichen Errungenschaften der Physik des 20. Jahrhunderts dar. Später hatten Leute wie Heisenberg, Schrödinger, deBroglie, Pauli, Bohr, Dirac und viele andere mehr ein komplett neues Theoriegebäude geschaffen, das die Welt des Kleinen zu erklären vermag. In dieser Welt können nur mehr statistische Aussagen über z.B. den Aufenthaltsort eines Teilchens gemacht werden. Einstein, der im Grunde eher ein 'Gegner' dieser Wahrscheinlichkeitswelt war ('Gott würfelt nicht'), war gleichzeitig auch immer der größe Prüfstein für seine Kollegen, und hat somit auf seine Art und Weise zur Entwicklung der Quantenmechanik beigetragen.
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