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Kurze Beschreibung

Ein neues Okular wird fällig? Was kann man womit und mit welchem Teleskop sehen?

Der GFS enthält die Objekte Sonne, Mond, Venus, Mars, Jupiter und Saturn, und jetzt auch die Deep-Sky-Objekte M42, M31, M45, M13, M51, M27, M57 sowie das Trapezium in M42.
Es handelt sich um ein kleines Flash-Tool zur Darstellung der genannten Objekte in einem virtuellen Gesichtsfeld, welches durch die Angabe der Teleskop- und Okulardaten erzeugt wird.

Der GFS läuft direkt innerhalb der html-Seite, kann aber nicht skaliert werden und man hat nicht so viel Platz. Man kann sich aber auch diese zip-Datei herunterladen. Nach dem Download einfach entpacken und gfs.swf ausführen, und wenn es läuft einfach mit der Tastenkombination Strg+F zur Vollbildansicht wechseln. So hat man am meisten Platz. Zum Beenden der Vollbildansicht ESC drücken.

Zur Darstellung ist ein Flash-PlugIn erforderlich, die gängigen Browser sollten eines installiert haben, sonst kann man das Neueste Link ins WWWhier downloaden.

Da es so ein ähnliches Tool bereits gibt, habe ich mit Herrn Link ins WWWMichael Abendschön Rücksprache gehalten und im Großen und Ganzen auch seine Formeln übernommen. Danke dafür! :)

Der GFS steht im Flash5 Format zur Verfügung (es gibt mittlerweile Flash7), so wird eine gewisse Kompatibilität zu anderen Betriebssystemen und Playern gewährleistet. Dafür sieht es vielleicht etwas klobig aus, aber das ist wohl nicht so wichtig :)
Ein großes Dankeschön gebührt diesbezüglich auch Herrn Link ins WWWUdo Schirpke für seine Tests unter Linux, Mozilla, Konqueror und Co.

Zur Bedienung:

GFS,  Oberfläche zu BeginnDie Bedienung ist sehr einfach (hoffe ich), am Beginn gibt es nicht viel zu sehen, es gibt 4 verschiedene ein- und ausblendbare Menütafeln:

Das Fragezeichen verweist auf diese Seite. Öffnen der jeweiligen Tafel erfolgt durch Klick auf den entsprechenden Knopf, zum Schließen gibt es bei Gesichtsfeld und Mischpult zwei Möglichkeiten:

GFS, Sceenshot Version 1.0 Generell sind alle Objekte und auch das Gesichtsfeld immer mit der Maus 'ziehbar', wobei zu beachten ist, dass das Gesichtsfeld über den Objekten liegt und daher das Objekt nicht ziehbar ist, wenn es sich zur Gänze im Gesichtsfeld befindet => Gesichtsfeld vorher wegziehen.

Die Tafel Rechendaten ist nicht manipulierbar (nur Öffnen/Schließen) und enthält die errechneten Werte, die aus den am Mischpult vorgenommenen Einstellungen folgen. Das Mischpult ist in zwei Bereiche unterteilt, der obere (blaue) für die Okular-Daten und der untere (grüne) für die Teleskop-Daten. Mittels Schieberegler lassen sich die gewünschten Einstellungen vornehmen, man kann auch in jeder Rubrik auf 'Eingabe' klicken, um den Wert per Hand einzutippen. Bei Werten, die Kommastellen zulassen, muss ein Punkt als Komma verwendet werden. Das wahre Gesichtsfeld oder Eigengesichtsfeld ist einem entweder bekannt, oder man erfragt es beim Händler/Hersteller, oder es steht bei manchen Okularen am Okular selbst. Ein Durchschnittsokular à la Plössl 3000 hat z.B. ein Wahres Gesichtsfeld von ca. 50°.

Eine Liste von gängigen Okulare in Amateurkreisen gibt es z.B. Link ins WWWhier bei Harald Rottensteiner auf Link ins WWWwww.amateurastronomie.at.

Es ist sinnvoll, zuerst die Tafel Gesichtsfeld zu öffnen und auf 'Gesichtsfeld einblenden' zu klicken, dann sieht man direkt die Veränderung des Gesichtsfeldes, wenn am Mischpult gearbeitet wird. Klickt man beim 1. Schieber für die 'Okularbrennweite' auf den Knopf 'Barlowlinse', kann man eine 2-fach oder 3-fach Barlowlinse simulieren, indem man das entsprechende Kästchen anwählt. Damit wird das Öffnungsverhältnis 1/f intern halbiert/gedrittelt (also die Teleskopbrennweite verdoppelt/verdreifacht), der 4. Schieber 'Öffnungsverhältnis' wird etwas abgeblendet, aber nicht verschoben, sondern nur der Wert in der Anzeige verändert. Man kann natürlich diesen Schieber weiter betätigen, solange die Barlowlinse eingeschaltet ist. Im Anzeigefeld für 1/f steht dann der 2- bzw. 3-fache Wert.

Natürlich macht das Ganze erst Sinn, wenn über die Tafel Objekte auch ein Himmelsobjekt ausgewählt wird. Ist das Gesichtsfeld bereits eingeblendet, wird das Objekt immer am linken Rand des Gesichtsfeldes positioniert. Weil die Objekte Sonne und Mond einen anderen Massstab verwenden als die Planeten, ändert auch das Gesichtsfeld beim Wechsel von den Planeten zu Sonne oder Mond sprunghaft seine Größe. Zum erneuten Ausrichten am linken Rand muss man einfach noch einmal auf den entsprechenden Objekt-Knopf in der Tafel Objekte klicken. Soll das Objekt im Gesichtsfeld zentriert werden, klickt man in der Tafel Objekte auf 'zentrieren'. Bei den Objekten des Sonnensystems habe ich jeweils einen halbwegs durchschnittlichen scheinbaren Durchmesser angenommen.

Auf der Tafel Rechendaten kann man alle eingestellten und errechneten Daten ablesen.
Soweit zur Statik.

Der GFS verhält sich so, als ob man das Teleskop ständig dem Objekt nachführen würde (Ausgleich der Erdrotation). Interessant ist aber unter Anderem, dass man hier den Rektaszensions-Motor des GFS abschalten kann, das Objekt bewegt sich dann wie auch beim echten Beobachten durch das Gesichtsfeld. Am Himmelsäquator tut es das mit ca. 15"/Sekunde = 15'/Minute. Man gibt nach Klick auf 'RA-Motor ausschalten' einen Deklinationswert für das Objekts in der Tafel Gesichtsfeld ein (ein Objekt muss ausgewählt sein). Wird der Deklinationswert mit "0°" übernommen, erfolgt die Bewegung mit besagten 15''/Sekunde (am Himmelsäquator), wird ein anderer DEC-Wert angegeben, ist die Bewegung entsprechend langsamer (cos-Funktion).

Bei Objekten des Sonnensystems wird die Zeit, die das gewählte Objekt durch das Gesichtsfeld benötigt, angegeben, wobei der Durchmesser des Objekts selbst berücksichtigt ist. Die angezeigte Zeit bedeutet also: vom Betreten (Objekt rechter Rand) bis zum kompletten Verlassen des Gesichtsfeldes (Objekt linker Rand). Weiters ist noch die halbe Zeit angegeben, die das Objekt von der zentralen Position bis zum Verlassen (Objekt linker Rand) des Gesichtsfeldes braucht. Bei den Deep-Sky-Objekten ist die Bewegung ebenfalls möglich, die Zeitangaben sind dabei aber deaktiviert, weil sie von der Drehung des Objektes abhängen und dadurch variieren würden...

Man darf sich natürlich keine hochgenauen Anzeigen erwarten, z.B. bewegt sich der Mond selbst währen einer bestimmten Zeitspanne, in welcher er sich durch das Gesichtsfeld bewegt, am Himmel weiter. Dies wird nicht berücksichtigt.

Des Weiteren kann man die Deep-Sky-Objekte drehen: Linke Maustaste am Objekt gedrückt halten + Pfeil-nach-links-Taste oder Pfeil-nach-rechts-Taste auf der Tastatur drücken, die Drehung erfolgt in 5°-Schritten.
Da das Ganze ein Flash ist, kann das Fenster - wenn die .swf-Datei für sich gestartet wird - beliebig skaliert werden.

So, das wär's. Das Ganze hat nur knapp 170 KB.
Ich wünsche viel Spaß beim Rumprobieren und bitte um Rückmeldung bei entdeckten Fehlern, Wünschen oder einfach um konstruktive Kritik :)

 

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