Was ist MoonFlash?
MoonFlash ist ein Flashfilm, der die Mondphasen zu einem gegebenen
Zeitpunkt berechnen kann. Darüber hinaus werden für diesen Zeitpunkt
auch vielerlei Daten
des Mondes - u.a. seine Ephemeriden - berechnet. MoonFlash ist als
eine Art Modul zu verstehen, das platzsparend in Webseiten
eingebaut werden kann. Daraus resultieren
auch die etwas klein anmutenden Abmaße
von 150×110
Pixel. MoonFlash soll auf möglichst kleinem Raum eine Vielzahl
an Daten über
unseren Trabanten bereitstellen. Die Dateigröße wurde mit nur
etwa 69 kB relativ klein gehalten. Damit man MoonFlash betrachten
kann, benötigt
man ein FlashPlayer Plugin der Version 7 (oder höher) für seinen
Browser. Das jeweils aktuelle Plugin kann von dieser
Seite
heruntergeladen werden.
MoonFlash richtet sich an den astronomischen Laien genauso wie an den Hobby-Astronomen, der eventuell an bestimmten Daten genauer interessiert ist. MoonFlash ist zwar kein 'Programm' im herkömmlichen Sinne (weil Flash), es ist jedoch selbstverständlich Freeware.
MoonFlash starten
Viel Spaß damit :)
Detailliertere Informationen und Screenshots
MoonFlash steht momentan bei Version 1.01, alle Neuerungen seit Version 0.9 kann man in der History nachlesen.
Nachstehend ein paar Screenshots zu MoonFlash sowie daneben die Erklärungen, was im jeweiligen Fenster zu sehen ist.
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Standardansicht (Startbildschirm) Wenn man den Mauszeiger über das Phasen-Bild bewegt, werden die wichtigsten Grunddaten des Mondes wie Auf- und Untergang, momentane Höhe über dem Horizont und das Azimut (= Winkel von Süden=0° weg gerechnet nach Westen=>Norden=>Osten wieder nach =>Süden) angezeigt. Azimut = 0° bedeutet also, der Mond steht im Süden. Im mittleren Bereich wird die momentane Mondphase in Worten angezeigt. Anstatt "3. Viertel" ist auch "Letztes Viertel" gebräuchlich. Es gibt 3 Bereiche, welche angeklickt werden können:
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Einstellungen |
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Einstellungen: (bei Linksklick im Bereich
des Phasen-Bildes)
Im unteren Bereich gibt es drei Knöpfe
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Film zu "Zeitschritte sperren" |
"Set": Eigene Daten einstellen
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Registerkarten |
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Ein Klick auf die Kopfzeile öffnet die Registerkarten mit den
verschiedenen Berechnungen. Das Phasen-Bild wird inzwischen ausgeblendet.
Es kann auf die gesamte Zeile geklickt werden. Ein erneuter
Klick schließt die Registerkarten und zeigt wieder das Phasenbild
bzw. die Grunddaten an. |
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Registerkarte 1: |
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Hohe Breiten (z.B.: 80°N) |
Angezeigt werden hier nochmals die Auf- und Untergangszeiten des
Mondes, darunter aber auch jene für die Sonne. Links: Aufgangszeit
/ Rechts: Untergangszeit. Bsp: Mond: 17:15 04:12. Das bedeutet, dass der Mond an diesem Tag erst um 17:15 aufgeht, jedoch schon um 04:12 unterging. Man klickt in so einem Fall auf den Button "gestern", um festzustellen, wann der Mond am Vortag auf- bzw. untergegangen ist, oder auf "morgen", um zu sehen, wann er am folgenden Tag auf- oder untergeht. Es gibt
auch Tage im Monat, an denen der Mond entweder nicht auf- oder untergeht.
Wenn es also keine diesbezügliche Zeitangabe
gibt, wird dies mit --:-- dargestellt. Im nebenstehenden Beispiel
geht der Mond am eingestellten Tag nicht auf (--:--) , jedoch um
16:23 unter. In hohen nördlichen oder südlichen Breiten kommt es vor, dass Mond oder Sonne im Tagesverlauf gar nicht auf- bzw. untergehen. Sie sind dann zirkumpolar, stehen also immer über oder unter dem Horizont. Dies wird durch die Symbolik zp * (für immer über dem Horizont) bzw. zp _ (für immer unter dem Horizont) angezeigt. Bsp: Die unteren beiden Bilder zeigen das für 80°Nord und 10°Ost. "zp" bedeutet dabei zirkumpolar, der Stern * symbolisiert "immer sichtbar", der Strich _ steht für "Horizont", also Objekt immer unsichtbar). Falls eine bestimmte Dämmerung gar nicht erreicht wird, wird ebenfalls --:-- angezeigt. Man beachte auch, dass es im Beispiel nur zu einer bürgerlichen Dämmerung kommt, die Sonne also hier nicht unter 12° unter den Horizont sinkt. Der Mond steht hier sogar immer über dem Horizont (zp *). |
Registerkarte 2: |
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Diese Registerkarte ist in zwei Abschnitte unterteilt. Die beiden Abschnitte 2a und 2b werden durch Klick auf den kleinen roten Pfeil an der rechten Seite wechselweise ein- und ausgeblendet. Unter 2a werden die Daten für die
Phasen-Tage angezeigt, beginnend mit dem letzten Neumond. Neben dem
jeweiligen Tag steht die Uhrzeit, wann die Zeit der Phase erreicht
wird. Bei Klick auf den kleinen roten Pfeil erscheint 2b. Weitere Phasen-Tage werden angezeigt (ein weiteres Monat), im unteren Teil steht diesmal die Dauer der aktuellen Mondphase, das ist die Länge an Tagen (und Tagesbruchteilen) zwischen dem letzten Neumond und dem kommenden Neumond. Eine durchschnittliche synodische Mondphase (Neumond-Neumond) dauert 29.530589 Tage, dieser Wert ist allerdings Schwankungen unterworfen. |
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Registerkarten 3a-3f: |
Die umfangreichste Registerkarte mit 6 Abschnitten. Diese werden durch Klick auf den kleinen Pfeil in der unteren rechten Ecke nacheinander eingeblendet. 3a-3b-3c-3d-3e-3f. Nach 3f folgt wieder 3a. |
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3a
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![]() ![]() |
3bHier werden weitere wichtige Monddaten bereitgestellt. Alle gelten für geozentrische Sicht. Es sind dies
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3c |
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3d
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3e
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3fIn diesem Fenster wird die nächste (kommende) Mondfinsternis angegeben.
Es werden nur Finsternisse berücksichtigt, bei denen der Mond zumindest
teilweise in den Kernschatten (Umbra) der Erde eintritt (mindestens partielle
Mondfinsternis). Finsternisse, bei denen der Mond nur in den Halbschatten
(Penumbra) der Erde eintritt, werden nicht berechnet. Halbschatten-Finsternisse
sind mit freiem Auge von der Erde praktisch nicht beobachtbar, weil die
Abschattung nur sehr gering ist.
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Download
Der Download beinhaltet die vier Dateien MoonFlash05.swf, ort.ini, quellcode.txt sowie index.html.
Einbindung von MoonFlash in die eigene Webseite
- Natürlich läuft MoonFlash auch offline am Rechner, indem man einfach die Datei index.html oder auch die .swf-Datei selbst öffnet.
- Um MoonFlash in eine Webseite einzubinden, kopiere man den Quellcode,
der in der Datei
quellcode.txt angegeben
ist, an jene Stelle der Web-Seite, an der der Film erscheinen soll. Weiters
kopiere man den Quellcode genau so, wie angegeben,
ansonsten ist ein korrektes Funktionieren des Flashfilms nicht garantiert. - Den Flashfilm "MoonFlash05.swf" gibt man in den selben Ordner am Server, in dem auch die html-Seite liegt, die den Film beinhaltet.
- Auch die Datei "ort.ini" kommt in den selben Ordner, in dem "MoonFlash05.swf" auf dem Server liegt. Daraus werden später die voreingestellten Daten bezogen. Siehe dazu nächster Abschnitt "ort.ini" bearbeiten. Sollte MoonFlash beim Aufruf der Webseite nicht fertig laden, fehlt die Datei "ort.ini" im korrekten Ordner.
Eigene Standort-Daten für MoonFlash bereitstellen - "ort.ini" bearbeiten
MoonFlash startet mit folgenden, voreingestellten Standard-Daten:
- Geografische Länge: 10° Ost
- Geografische Breite: 50° Nord
- Zeitzone: auto
- Der Name des Beobachtungsortes: Standort
- Die Nationalität des Beobachtungsortes: Mitteleuropa
Man kann diese Daten, die einen zentraleuropäischen Standort darstellen, durch seine eigenen Werte wie folgt ersetzen:
- Man öffne die Datei "ort.ini" mit einem
Text-Editor, z.B. mit dem Windows-Editor. Die Datei enthält
nur eine Zeile, die in etwa so aussieht:
- Man kann jetzt die Zahlenwerte für laenge, breite und zeitzone durch eigene Zahlenwerte ersetzen.
- ACHTUNG: Nur die Zahlenwerte ändern! Man belasse die Variablennamen so, wie sie sind, sowie auch die Zeichen "=" und "&"! (Beachte, dass am Schluss ein "&" stehen muss).
- Bei der Eingabe ist Folgendes zu beachten: Die Werte für
die geografische Länge und Breite in dezimaler
Form eingeben, also eine
Kommazahl. Man verwende als Komma einen Punkt, nicht den
Beistrich!
- Längengrade positiv für Koordinaten östlich von Greenwich, westliche Längengrade negativ.
- Breitengrade nördlich des Äquators positiv, südliche Breitengrade negativ.
- Achtung: Dies geht nicht mit der internationalen Konvention konform, nach welcher nach Osten negativ und nach Westen positiv gezählt wird! Da MoonFlash aber ohnehin eher für den deutschen Sprachraum gedacht ist, habe ich nach Osten positiv gewählt.
- Wenn
diese Daten für
den eigenen Ort in der Form Grad/Minuten/Sekunden vorliegen, rechnet
man diese Werte in dezimale
Grade um. Wie diese Umrechnung funktioniert, kann man
hier
nachlesen.
Eine riesige Orte-Datenbank mit den jeweiligen Koordinaten findet man auf
www.heavens-above.com.
Die Daten dort sind bereits in dezimaler Form angegeben. - Zeitzone eingeben: Man gibt für die Zeitzone relativ zur Weltzeit
(UT), für die die Berechnungen ausgeführt werden sollen, eine ganze
Zahl ein.
Dabei ist das Vorzeichen + (positiv) für Zeitzonen östlich von
Greenwich, also z.B. +1 für Mitteleuropäische
Zeit (MEZ). Westlich liegende Zeitzonen müssen mit einem - (negativ)
eingegeben werden, z. B. -6 für New York.
Ein positives Vorzeichen (+) kann auch weggelassen werden.
Sommerzeiten differieren jeweils um eine weitere Stunde, z.B. die Mitteleuropäische Sommerzeit (MESZ) wäre dann als +2 anzugeben (MESZ = UT + 2h) - Alternativ zu einem Zahlenwert kann man auch das Wort auto notieren.
Es wird dann die Zeitzone des Rechners verwendet, auf dem MoonFlash läuft.
Dies berücksichtigt dann normalerweise auch die Umstellungen von Sommerzeit
zu Winterzeit und umgekehrt automatisch.
Es ist jedoch Vorsicht geboten, wenn man auto verwendet, weil dann die Zeitzone des Client-Rechners herangezogen wird. Diese Zeitzone muss aber nicht unbedingt mit den eingestellten Längen- und Breitengraden konform sein! (Bsp.: Man stellt z.B. Berlin mit Länge 13.3 und Breite 52.5333 ein, und die Zeitzone auf auto, der FlashFilm wird aber auf einem Rechner in Spanien (Zeitzone +0) aufgerufen. Man erhält dann zwar keine inkorrekten, aber möglicherweise seltsam anmutende Ergebnisse :) - Man ersetze die Wörter "Standort" durch den eigenen Ortsnamen und "Mitteleuropa" durch die zum Ortsnamen gehörende Nationalität.
- Man speichert die Datei wieder mit dem selben Namen,
nämlich ort.ini und
im Format UTF-8 ab.
- Einige Beispiele:
Berlin, Länge positiv, Breite positiv, hier mit Zeitzone +1 (MEZ).

New York, Länge negativ, Breite positiv, Zeitzone -6 bezüglich Weltzeit (UT)
Wien, Länge positiv, Breite positiv, hier mit Zeitzone automatisch (Systemzeitzone)

- Einige Beispiele:
- MoonFlash sollte dann immer mit diesen Daten, die in "ort.ini" stehen, starten und die Berechnungen dem entsprechend ausführen.
History
- 8.10. 2005:
- Kleineren Bug entfernt, der verursachte, dass man bei der Eingabe des Längengrades keine negativen (westlichen) Werte angeben konnte. Ein Minuszeichen am falschen Platz war schuld. Angeblich sind wegen sowas ja schon Satellitenmissionen gescheitert :)
- 24.9. 2005:
- Gröberen Bug entfernt, der verursachte, dass man bei Zeiteinstellungen vor dem Jahr 2000 keine korrekten Auf- und Untergangszeiten erhielt. Der Download wurde wieder eingerichtet.
- Es wurde ein kleines Screen-Video zum Thema "Zeitschritte sperren" bereitgestellt.
- 20.9. 2005: Aktuelle Version v1.0 online gestellt
Neuerungen/Änderungen:- Man hat nun unter den "Einstellungen" die Möglichkeit, zur Laufzeit die Uhrzeit und/oder die Koordinaten und Zeitzone einzustellen, indem man mittels "Set"-Button die "Eigenen Daten" aufruft.
- Unter "Eigene Daten" wurde ein Button hinzugefügt, mit dem man schnell auf 00:00 Uhr setzen kann.
- Unter "Eigene Daten" wurde ein Button hinzugefügt, mit dem man schnell auf "Jetzt" (aktuelle Systemzeit) setzen kann. Dieser "Jetzt"-Button steht auch direkt unter den "Einstellungen" zur Verfügung.
- In "Eigene Daten" hat man ab sofort die Möglichkeit, einen der 6 Zeitschritte zu "sperren" (Jahr, Monat, Tag, Stunde, Minute, Sekunde). Man kann dann in der Standardansicht um diesen gesperrten Zeitschritt mittels Button weiter- oder zurückspringen.
- Verbesserte Sonnenposition: Script von Montenbruck/Pfleger "minisun" (geringe Genauigkeit) wurde durch ein genaueres Script von Meeus ersetzt ("Better Acurracy"). Dadurch wird ein genauerer Phasenwinkel, Elongation sowie auch Beleuchtungsgrad k erreicht.
- Der Standort kann jetzt innerhalb der Konfigurationsdatei "ort.ini" mit einem Ortsnamen sowie dem Land (Staat) versehen werden. In den "Einstellungen" werden dann abwechselnd die Koordinaten des Ortes bzw. der Ort/Staat selbst angezeigt (ca. 6 Sekunden). Wenn ein User die Länge und/oder Breite zur Laufzeit verändert, wird "Standort benutzerdefiniert" angezeigt.
- Verbesserter Algorithmus für die Zeitgleichung, welche dadurch noch etwas genauer angezeigt wird.
- Bei der "Sonnenposition am Mond" (3e) werden nun auch die Koordinaten des subsolaren Punktes angezeigt (= Mond-Koordinatenpunkt, an dem die Sonne im Zenit steht).
- Neuer Unterabschnitt in Registerkarte 3: 3f
Angezeigt wird hier das Datum und die relevanten Uhrzeiten der jeweils nächsten (kommenden) Mondfinsternis.
- 7.9.2005: Version v0.9
Erste online gestellte Version.
- To-Do-Liste für die nächste Version 1.1:
- Anzeige der "mondfreien Nächte" (DeepSky) implementieren [Steht noch aus]
Eventuell Doppelklick auf Phasenbild == "Eigene Daten" (anstatt "Set"-Button)[Verworfen]- Tage mit der jeweils maximalen Libration berechnen [Steht noch aus]
Tage mit der maximalen Deklination berechnen[Fertig]Daten für das Überschreiten der Mondbahnknoten berechnen (aufsteigender/absteigender Knoten)[Fertig]Die Daten der Phasentage anklickbar machen[Fertig]- Laufend: Mögliche Bugs beseitigen [Niemals fertig :)]
Informationen zu den verwendeten Algorithmen, Literatur
Ich möchte hier Informationen zu den verwendeten Algorithmen, zur Genauigkeit der selben und der verwendeten Fachliteratur natürlich nicht vorenthalten.
- Beinahe alle Berechnungs-Algorithmen stammen - wie könnte es anders sein - aus Jean Meeus' Buch "Astronomical Algorithmus", 2nd Edition, siehe Literaturliste [28]. Wie viele vielleicht wissen ist dies ein echter Klassiker was astronomische Berechnungen für verschiedenste Aufgaben betrifft. Das Buch in englischer Sprache enthält 58 Kapitel und stellt vielerlei Berechnungen astronomischer Natur gut strukturiert und leicht nachvollziehbar dar. Jeder, der sich ein wenig mit objektorientierten Programmiersprachen auskennt, kann Meeus' Formeln und Anleitungen nachprogrammieren. Dieses Buch ist ein Muss für jedermann, der selbst astronomische Berechnungen anstellen will, auch wenn das "nur" mit einem Taschenrechner geschieht. Von der einfachen Osterfestberechnung bis hin zu Finsternissen ist alles vorhanden.
- Bei der Auf- und Untergangsrechnung und den Dämmerungszeiten habe ich auf Thomas Pfleger u. Oliver Montenbrucks Buch "Astronomie mit dem Personal Computer" (3. Aufl.) zurückgegriffen, siehe [22]. Diese Kategorie wird dort sehr anschaulich erklärt und mit Hilfe der Berechnung von Nullstellen von Näherungs-Parabeln dargelegt. Alles in allem ist auch dieses Buch sehr empfehlenswert, es richtet sich speziell an Leute, die in Pascal und (ab der 3. Auflage) v. a. in C++ fit sind. Für die Auf- und Untergangsrechnung wurden auch keine hochgenauen Algorithmen für den Mond und die Sonne verwendet, weil das in diesem Fall nicht notwendig ist. Die Genauigkeit dürfte als ausreichend zu bezeichnen sein.
- Über die Genauigkeit der berechneten Ephemeriden (Rektaszension,
Deklination, etc.) ist Folgendes zu sagen: Meeus verwendet in seinem Buch
eine gekürzte
Version der ELP-2000/82 (Éphémérides Lunaires
Parisiennes) von M. Chapront-Touzé
und J. Chapront, eine analytische Theorie der Mondkoordinaten, die aus
einer großen Anzahl periodischer Terme besteht.
Ich habe Vergleichswerte mit der Astronomiesoftware GUIDE 8 (
www.projectpluto.com)
generiert (GUIDE lässt sich auf diese Berechnungsmethode einstellen),
für
viele Kalenderdaten und Beobachtungsorte. Speziell für
die Mond-Ephemeriden habe ich als Genauigkeitsstufe in GUIDE die "Full
ELP" (ungekürzt) bzw. die "Meeus ELP" (gekürzt)
Daten herangezogen. Diese Daten sind für viele Zwecke mehr als hinreichend
genau, wenngleich dies natürlich keine hochgenauen Ephemeriden sind (wie
z.B. die JPL406 Daten). Meeus gibt für
seine gekürzte ELP2000-82 Version die Genauigkeit von 10 Bogensekunden
in der ekliptikalen Länge und 4 Bogensekunden in der ekliptikalen
Breite des Mondes an. Diese gelten für einige Jahrhunderte vor und
nach dem Jahr 2000.
- Die Auf- und Untergangszeiten sowie die Dämmerungen werden für den angegebenen Standort berechnet, und zwar - das sollte hier nicht verschwiegen werden - "nur" für die Standardhöhe 0 [m], also auf Meeres-Niveau. Die Zeiten wurden (neben der Software) sehr ausgiebig mit den Tabellenwerten beliebter Jahrbücher verglichen (Kosmos Himmelsjahr 2005 und Ahnerts Astronomisches Jahrbuch 2005 [35] ). Auch in diesen Tabellenwerken werden die Auf- und Untergangszeiten für Höhe 0 [m] angeführt. Bei der Auf- und Untergangsrechnung wurden Temperatur und Luftdruckeinflüsse (beeinflussen die Lichtbrechung am Horizont) vernachlässigt. Wenn es zu den Werten in den Jahrbüchern Abweichungen gibt, sind diese nicht größer als 1 Minute.
- Ähnliches gilt eigentlich für viele weitere berechnete Daten. Die Entfernung schwankt im Vergleich zur Software GUIDE um maximal 40 km. Der Phasenwinkel wurde durch das bessere Skript für die Sonnenposition noch verbessert. Andere Daten wie Libration, Elongation, Positionswinkel usw. stimmen sehr gut mit Software und Jahrbüchern überein.
- Noch ein kurzes Wort zu den Perigäums-/Apogäumszeiten: Diese
sind nicht immer ganz so auf die Minute genau zu nehmen. Im Rahmen dieses
kleinen Tools sollte man vielleicht sogar vermeiden, sie so genau
anzuschreiben, auch wenn der Algorithmus dafür nicht ausreichend ist.
Meeus gibt in seinem Buch eine maximale Abweichung für 600 Berechnungen
im Zeitraum Juni 1977 - August 2022 wie folgt an: Für das Perigäum
max. 31 Minuten, für
das Apogäum max. 3 Minuten. Für 95% aller Werte ist der Fehler
kleiner als 10 Minuten.
Genauere Werte kann man erreichen, wenn man die ungekürzte ELP-2000/82 verwendet. Aus Zeit- und nicht zuletzt aber auch aus Performancegründen wurde aber die gekürzte ELP verwendet :) - Die Anzeige der Höhe und des Azimut sind nicht bis in die letzte Kommastelle genau, weil bei der Umrechnung auf Horizontalkoordinaten auf eine Berücksichtigung der Lichtbrechung (Refraktion) und der Temperatur sowie des Luftdruckes verzichtet wurde, welche diese Werte beeinflussen. Diese Umrechnung verwendet auch nur die mittlere Ekliptikschiefe.
- Als Bild für den Mond wurde eine "gemittelte" Grafik der Mondscheibe, Norden oben und von der Libration befreit, verwendet. Die Librationen werden zwar berechnet, jedoch nicht bildlich dargestellt, weil dafür ein in 3D- Modell des Mondes erzeugt werden müsste. Dies würde den programmtechnischen Aufwand jedoch nicht rechtfertigen und auch den hier vorgegebenen Rahmen bei weitem sprengen. Die Drehung der Mondscheibe im Tageslauf wird hingegen berechnet und dargestellt.
Danksagung
Ich möchte allen hilfsbereiten Leuten in der Newsgroup macromedia.general.germany für
ihre zahlreichen Tipps und Hilfestellungen danken. Ich hoffe, ihr seid mir
nicht böse, wenn ich jetzt keine Namen aufzähle (ich vergäße garantiert
ein paar), jene Leute wissen schon, wer gemeint ist :)
Vielen herzlichen Dank.
Ich wünsche allen Astronomiebegeisterten und jenen, die es gerade werden,
viel Spaß mit MoonFlash.
Ich
möchte darauf hinweisen, dass jedermann MoonFlash nutzen
und/oder in seine eigene Webseite einbauen kann, sofern
er das möchte. Jegliche
kommerzielle Nutzung ist untersagt.
Zu guter Letzt möchte ich noch darauf hinweisen, dass ich kein gelernter Flash-Programmierer bin sondern autodidakt. Ich beschäftige mich seit ein paar Jahren gerne mit Flash und seinen mittlerweile vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten. Echte Programmier-Cracks, die solcherlei Spielereien möglicherweise belächeln oder als Kleinkram sehen, möchte ich um Nachsicht bitten. Vor Fehlern ist auch der beste Programmierer nicht gefeit. Danke.
Sollte jemand gröbere Fehler in MoonFlash finden, so bitte ich um elektronische Post.
Clear skies,
harald c. greier
"Das - leider - ist Eitelkeit! Man findet sie bei so vielen Wissenschaftlern. Wissen Sie, der Gedanke, dass Galilei das Werk Keplers nicht anerkannt hat, hat mir immer weh getan."
A. Einstein (Brief an I. Bernard Cohen, April 1955)






















