Entstehung der Mondphasen
 Beispiele & Co.


Dieses Flash zeigt eine Übersicht zur Entstehung der Mondphasen. Dargestellt ist die Erdbahn um die Sonne (Ekliptik) und die Mondbahnebene (grün) um die Erde, welche gegen die Ekliptik um ca. 5.1° geneigt ist. Das Sonnenlicht kommt hier von links. Jene Punkte, an denen die Mondbahn die Ekliptikebene 'durchstößt' heißen Knoten. Wenn die Mondbahn die Ekliptikebene von unten nach oben durchstößt, befindet man sich im 'aufsteigenden Knoten', beim Durchgang von oben nach unten im 'ab steigenden Knoten'. Die Verbindungslinie der beiden Knoten wird 'Knotenlinie' genannt.

Weil die Sonne mit ihrer Gravitationswirkung die Mondbahnebene sozusagen in die Ekliptikebene drehen will, weicht diese gemäß den Kreiselgesetzen senkrecht dazu aus (vergleiche Präzession der Erdachse), es kommt also zur Präzession der Mondbahn und daher einer Drehung der Knotenlinie. Diese dreht sich dabei in 18.6 Jahren einmal herum.

Ich habe diese Bewegung hier jedoch ausgelassen, damit sich nicht zu viele Bewegungen überlagern. So wie die Knotenlinie hier steht ist also nur eine 'Momentaufnahme', ihre Stellung könnte aus ganz anders sein (verdreht). Hier ist es zufällig so, dass der Mond bei Neumond unterhalb der Ekliptikebene steht (Deklination negativ), und bei Vollmond oberhalb (Deklination positiv). Je nach Stellung der Knotenlinie kann das aber auch umgekehrt sein. Finsternisse treten dann ein, wenn sich zu Neu- oder Vollmond auch die Knotenpunkte 'in der Nähe' - also Richtung Sonne oder gegenüber - befinden.

Ist ein Knotenpunkt nahe genug in Sonnenrichtung gelegen, verdeckt der Mond bei Neumond die Sonne und es gibt eine Sonnenfinsternis. Auf der gegenüberliegenden Seite käme es zu einer Mondfinsternis, wenn der Knotenpunkt nahe genug der Vollmondrichtung liegt, der Mond läuft dann ganz oder teilweise durch den Erdschatten.